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Excel oder Software? Entscheidungshilfe für die richtige Liquiditätsplanungs-Lösung

10.3.2026

Die Frage „Excel oder Software?" stellt sich jedes KMU irgendwann. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Dieser Vergleich hilft Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihre Situation zu treffen.

Excel: Stärken und Schwächen

Stärken

  • Kostenlos (bei vorhandenem Office) oder mit Google Sheets
  • Maximale Flexibilität: Jede Formel, jedes Layout möglich
  • Keine Einarbeitung: Fast jeder kann Excel bedienen
  • Offline verfügbar: Keine Internetabhängigkeit
  • Datensouveränität: Alle Daten bleiben auf Ihrem Rechner

Schwächen

  • Fehleranfällig: Eine falsche Formel kann die gesamte Planung verfälschen
  • Keine automatische Bankanbindung: Daten müssen manuell eingepflegt werden
  • Versionschaos: „Liquiditätsplan_v3_final_FINAL.xlsx"
  • Keine Zugriffsrechte: Wer die Datei hat, sieht alles
  • Wartung liegt bei Ihnen: Formeln, Updates, Backups

Spezialisierte Software: Stärken und Schwächen

Stärken

  • Automatische Bankanbindung via API: Echtzeitdaten
  • Eingebaute Logik: Cashflow-Berechnung, Szenarien, Forecasting vorkonfiguriert
  • Mehrbenutzer: Verschiedene Rollen und Zugriffsrechte
  • Professionelles Reporting: Board-ready Reports auf Knopfdruck
  • Support: Bei Problemen gibt es Hilfe

Schwächen

  • Kosten: 50–500 € / Monat je nach Anbieter und Umfang
  • Einarbeitung: Neues Tool lernen braucht Zeit
  • Weniger flexibel: Nicht jeder Sonderwunsch ist umsetzbar
  • Abhängigkeit: Vom Anbieter, von der Internetverbindung
  • Datenschutz: Finanzdaten liegen in der Cloud

Entscheidungsmatrix

KriteriumExcel reichtSoftware lohnt sich
UnternehmensgrößeBis 10 Mitarbeiter, 1 Mio. € UmsatzAb 10+ Mitarbeiter, mehrere Mio. Umsatz
Bankkonten1–2 Konten3+ Konten, mehrere Banken
Planung erstellt1 Person (Inhaber / Controller)Mehrere Personen, verschiedene Abteilungen
AktualisierungWöchentlich manuell vertretbarTägliche Echtzeitdaten gewünscht
ReportingIntern, informellBank, Investoren, Board
Komplexität1 Währung, wenige GesellschaftenMehrere Währungen, Konzernstruktur

Der Mittelweg: Excel + Buchhaltungssoftware

Viele KMU finden die optimale Lösung in der Kombination:

Wann umsteigen?

Wechseln Sie auf Software, wenn:

  • Die manuelle Dateneingabe mehr als 2 Stunden pro Woche kostet
  • Fehler in der Excel-Planung bereits zu Fehlentscheidungen geführt haben
  • Externe Stakeholder professionelle Reports erwarten
  • Ihre Liquiditätsplanung mehr als eine Person betrifft

Fazit

Weder Excel noch spezialisierte Software ist pauschal besser. Excel ist der richtige Start für jedes KMU. Wachsen Sie heraus, wenn die Grenzen spürbar werden — und wählen Sie dann eine Lösung, die zu Ihrer Größe und Ihren Anforderungen passt.

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