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Beste Liquiditätsplanungs-Software 2025 im Vergleich

10.3.2026

Wer über Excel hinausgewachsen ist, braucht eine dedizierte Softwarelösung für die Liquiditätsplanung. Der Markt im DACH-Raum ist in den letzten Jahren stark gewachsen — von Startup-Tools bis Enterprise-Plattformen gibt es für jede Unternehmensgröße passende Lösungen. In diesem Vergleich bewerten wir die fünf relevantesten Anbieter 2025 nach einheitlichen Kriterien.

Vergleichskriterien

Für einen fairen Vergleich bewerten wir jede Software anhand dieser Kriterien:

  • Bankanbindung: Anzahl unterstützter Banken und Qualität der Integration (Echtzeit vs. täglicher Import).
  • Szenarioplanung: Können Best-/Worst-Case-Szenarien erstellt und verglichen werden?
  • Reporting: Qualität der Berichte, Export-Möglichkeiten, Dashboard.
  • Multi-Entity: Unterstützung mehrerer Gesellschaften und Konsolidierung.
  • Preis: Monatliche Kosten inklusive aller relevanten Features.

Die Top 5 im Detail

1. Agicap — Marktführer im DACH-Raum

Agicap hat sich seit der Gründung 2016 in Lyon zum Marktführer für Cashflow-Management in Europa entwickelt. Die Plattform bietet automatische Bankanbindung über mehr als 14.000 Banken, KI-gestützte Kategorisierung von Transaktionen und leistungsstarke Szenarioplanung. Besonders stark: die Konsolidierung mehrerer Gesellschaften in einer Übersicht.

Preis: Ab ca. 250 €/Monat (individuelles Angebot je nach Unternehmensgröße). Zielgruppe: Mittelstand mit 10–500 Mitarbeitern und mehreren Bankverbindungen.

2. Commitly — KMU-fokussiert aus Österreich

Commitly aus Wien ist speziell auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten. Die Oberfläche ist intuitiv, der Einstieg gelingt ohne Schulung. Die Software bietet automatische Bankanbindung, einfache Szenarioplanung und einen übersichtlichen Plan-Ist-Vergleich. Ein großer Vorteil: das faire Preismodell ohne versteckte Kosten.

Preis: Ab 49 €/Monat. Zielgruppe: KMU mit 1–50 Mitarbeitern, Gründer, Startups.

3. Helu (ehemals Kontist) — Für Freelancer und Kleinunternehmen

Helu entstand aus dem Kontist-Geschäftskonto und richtet sich an Soloselbstständige, Freelancer und Kleinunternehmen. Die App kombiniert Geschäftskonto, Buchhaltung und Liquiditätsübersicht in einer Lösung. Besonders praktisch: Die automatische Steuerrücklagenberechnung schätzt Ihre Steuerlast und legt den entsprechenden Betrag virtuell beiseite.

Preis: Ab 12 €/Monat (Kombi-Paket mit Geschäftskonto). Zielgruppe: Freelancer, Soloselbstständige, Kleingewerbetreibende.

4. Tresio — Schweizer Qualität mit Buchhaltungsintegration

Tresio aus Zürich verbindet Liquiditätsplanung eng mit der Buchhaltung. Die Software importiert Daten direkt aus gängigen Schweizer Buchhaltungslösungen (Bexio, Abacus, Topal) und erstellt daraus automatisierte Cashflow-Prognosen. Die Integration in bestehende Buchhaltungsworkflows ist der größte Vorteil.

Preis: Ab 99 CHF/Monat. Zielgruppe: Schweizer KMU mit 5–100 Mitarbeitern.

5. LucaNet — Enterprise-Lösung für Konzerne

LucaNet ist eine umfassende Corporate-Performance-Management-Plattform, die neben der Liquiditätsplanung auch Konsolidierung, Finanzplanung und Reporting abdeckt. Die Software eignet sich für Unternehmen mit komplexen Strukturen: mehrere Gesellschaften, internationale Standorte, unterschiedliche Währungen. Die Implementierung erfordert typischerweise einen Berater.

Preis: Ab ca. 500 €/Monat (Enterprise-Lizenz, individuelles Angebot). Zielgruppe: Mittelstand bis Konzern mit über 100 Mitarbeitern.

Vergleichstabelle

KriteriumAgicapCommitlyHeluTresioLucaNet
Bankanbindung14.000+4.000+Eigenes KontoBuchhaltungVia Import
SzenarioplanungJa (KI)Ja (Basis)NeinJaJa (erweitert)
Multi-EntityJaEingeschränktNeinJaJa (Konzern)
ReportingSehr gutGutBasisGutSehr gut
Preis ab250 €49 €12 €99 CHF500 €
ZielgruppeMittelstandKMUFreelancerKMU (CH)Konzern

Empfehlung nach Unternehmensgröße

Die richtige Software hängt von Ihrer Unternehmensgröße und Ihren Anforderungen ab:

  • Freelancer / Soloselbstständige: Helu bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kombination aus Konto und Liquiditätsübersicht spart Zeit.
  • Startups und KMU (1–50 Mitarbeitende): Commitly ist der ideale Einstieg — günstig, intuitiv und mit allen wesentlichen Funktionen ausgestattet.
  • Mittelstand (50–500 Mitarbeitende): Agicap überzeugt durch die beste Bankintegration und KI-gestützte Prognosen. Der höhere Preis lohnt sich ab einer gewissen Komplexität.
  • Schweizer Unternehmen: Tresio ist die erste Wahl, wenn Sie bereits eine Schweizer Buchhaltungssoftware nutzen.
  • Konzerne und Unternehmensgruppen: LucaNet ist die einzige Lösung im Vergleich, die echte Konzernkonsolidierung bietet.

Unser Tipp: Nutzen Sie die kostenlosen Testphasen (Agicap: 14 Tage, Commitly: 14 Tage, Helu: 30 Tage), bevor Sie sich festlegen. Importieren Sie Ihre realen Bankdaten und prüfen Sie, wie präzise die automatische Kategorisierung arbeitet — das ist in der Praxis der größte Zeitgewinn.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Neben den oben genannten Funktionen spielen in der Praxis weitere Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Implementierungszeit: Wie schnell können Sie produktiv arbeiten? Bei Commitly und Helu sind es wenige Stunden, bei Agicap 1–2 Wochen, bei LucaNet mehrere Monate.
  • Steuerberater-Zugang: Kann Ihr Steuerberater auf die Daten zugreifen? Agicap und Commitly bieten dedizierte Steuerberater-Zugänge. Bei LucaNet ist das Standardpraxis.
  • Datenmigration: Können historische Daten aus Excel importiert werden? Die meisten Anbieter unterstützen CSV-Import, aber die Qualität der Zuordnung variiert.
  • Support-Sprache: Alle Anbieter im Vergleich bieten deutschsprachigen Support. Bei internationalen Tools wie Plaid oder Xero (nicht im Vergleich) kann das anders aussehen.
  • Vertragslaufzeit: Achten Sie auf Mindestlaufzeiten. Agicap bindet häufig für 12 Monate, Commitly bietet monatliche Kündigung. Flexibilität kann gerade für Startups entscheidend sein.
  • Sicherheit und Hosting: Wo werden Ihre Daten gespeichert? Agicap hostet in der EU (AWS Frankfurt), Commitly ebenfalls in der EU. Für Unternehmen mit strengen Compliance-Anforderungen kann das ein Ausschlusskriterium sein.

Bedenken Sie auch den Gesamtaufwand der Einführung: Neben den Lizenzkosten fallen häufig Kosten für Onboarding, Schulung und initiale Konfiguration an. Bei Agicap ist ein dedizierter Onboarding-Manager im Preis inbegriffen, bei LucaNet rechnen Sie mit zusätzlichen Beratungskosten von 5.000–20.000 € für die Ersteinrichtung.

Letztlich gilt: Die beste Software ist diejenige, die Sie tatsächlich nutzen. Ein einfaches Tool, das täglich gepflegt wird, liefert bessere Ergebnisse als eine Enterprise-Lösung, die nach der Einführung verstaubt.

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