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Bankdaten per API automatisieren: So funktioniert die Echtzeit-Liquiditätsübersicht für KMU

10.3.2026

Manuelle Dateneingabe in die Liquiditätsplanung ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Bankdaten per API zu integrieren löst dieses Problem — und ermöglicht eine Echtzeit-Liquiditätsübersicht.

Was ist eine Banking-API?

Eine API (Application Programming Interface) ermöglicht es, Bankdaten automatisch in andere Software zu übertragen — ohne manuellen CSV-Export. Die EU-Richtlinie PSD2 verpflichtet seit 2019 alle europäischen Banken, APIs für Kontoinformationen bereitzustellen.

Die wichtigsten Banking-API-Standards

StandardBeschreibungNutzung
PSD2 / Open BankingEU-regulierte Schnittstelle, alle Banken müssen sie anbietenKontoinformationen, Zahlungsauslösung
FinTS (HBCI)Deutscher Standard, weit verbreitetKontoabfrage, Überweisungen
EBICSFür Geschäftskunden, hohe SicherheitMassenzahlungen, Kontoauszüge

Welche Daten können automatisiert werden?

  • Kontostände: Aktueller Saldo aller Geschäftskonten
  • Transaktionen: Alle Ein- und Ausgänge mit Verwendungszweck
  • Vormerkposten: Noch nicht gebuchte Transaktionen
  • Kategorisierung: Automatische Zuordnung zu Einnahme-/Ausgabearten

Umsetzungswege für KMU

Option 1: Über die Liquiditätssoftware

Die einfachste Variante: Spezialisierte Liquiditätssoftware hat die Bankanbindung bereits eingebaut. Sie verbinden Ihr Konto und die Daten fließen automatisch.

Option 2: Über die Buchhaltungssoftware

Viele Buchhaltungstools (Lexoffice, sevDesk) bieten Bankanbindung. Die Daten können dann in die Liquiditätsplanung exportiert werden.

Option 3: Direkte API-Anbindung

Für technisch versierte KMU oder mit IT-Dienstleister: Direkte Anbindung über Banking-API-Aggregatoren:

  • finAPI: Deutscher Anbieter, 3.000+ Banken, REST-API
  • Plaid: International, einfache Integration
  • nordigen (Tink): Fokus auf Open Banking / PSD2

Kosten und Aufwand

VarianteKostenAufwand
Über LiquiditätssoftwareIm Software-Preis enthaltenEinrichtung: 1–2 Stunden
Über BuchhaltungssoftwareMeist inklusiveEinrichtung: 30 Minuten
Direkte API (finAPI o.ä.)50–200 €/MonatEinrichtung: 1–3 Tage (Entwickler nötig)

Sicherheitsaspekte

  • Nur Lesezugriff: Für die Liquiditätsplanung reicht Lesezugriff — keine Zahlungsauslösung nötig
  • Regulierung: PSD2-konforme Anbieter sind von der BaFin oder vergleichbaren Behörden lizenziert
  • Verschlüsselung: Alle Daten werden TLS-verschlüsselt übertragen
  • 2-Faktor-Authentifizierung: Bankzugang erfordert regelmäßige Bestätigung

Vom Import zum Dashboard

Der automatische Bankdaten-Import ist der erste Schritt. Kombinieren Sie ihn mit:

  • Automatischer Kategorisierung (KI-basiert oder regelbasiert)
  • Verknüpfung mit offenen Posten aus der Buchhaltung
  • Darstellung im KPI-Dashboard
  • Warnungen bei Unterschreitung von Schwellenwerten

Fazit

Die Automatisierung von Bankdaten ist für KMU einfacher und günstiger als gedacht — besonders über vorhandene Software-Lösungen. Starten Sie mit der Bankanbindung Ihrer Buchhaltungssoftware und erweitern Sie bei Bedarf auf dedizierte Schnittstellen.

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